Retro Must-Plays im Januar 2026 – Vier Klassiker für den perfekten Jahresstart

Neuanfang, Nostalgie und jede Menge Gamer-Liebe. Von Kirby über Morrowind bis Chrono Trigger: Diese Must-Plays bringen dich spielerisch durch den Winter.

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Der Januar ist immer so ein komischer Zwischenmonat. Die Feiertage sind vorbei, die Motivation ist irgendwo zwischen „Neuanfang“ und „Winterschlaf“, und genau da hilft mir Retro-Gaming jedes Jahr aufs Neue. Für den ersten Monat 2026 hab ich mir vier Spiele rausgesucht, die dazu einfach perfekt passen: ein episches RPG, ein offenes Abenteuer, etwas Leichtes für zwischendurch und pure Energie auf dem Snowboard. Jedes davon spiel ich auf einem anderen Handheld und glaub mir, das sorgt für richtig schöne Kontraste. Zeit, die Klassiker wieder zu entstauben!

Chrono Trigger (SNES, 1995) – Zeitreise, Emotionen und einer der größten RPG Klassiker aller Zeiten

Es gibt Spiele, die man spielt, und solche, in die man richtig eintaucht, als wäre man wieder zwölf und hätte nichts Besseres zu tun als ganze Wintertage in einer anderen Welt zu verschwinden. Chrono Trigger ist genau so ein Spiel. Ich hab es im Januar wieder ausgegraben, an einem verschneiten Sonntagmorgen, und plötzlich war das Wochenende vorbei. Dieses Spiel zieht dich rein, langsam aber unaufhaltsam. Schon die Musik im Startmenü reicht, um dich alles um dich herum vergessen zu lassen.

Was mich jedes Mal fasziniert, ist, wie lebendig sich die Zeitsprünge anfühlen. Die Welt verändert sich vor deinen Augen und trotzdem bleibt dieser warme Kern, dieses Gefühl von Abenteuer und Freundschaft. Wenn du dich auf die Geschichte einlässt, vergisst du schnell, dass das Ganze aus simplen 16 Bit Sprites besteht. Ich hab mehr Emotionen gespürt als in so manchem modernen Storygame.

Gespielt hab ich es diesmal auf dem Retroid Pocket Classic und ich schwöre, das war fast schon meditativ. Dieses kleine vertikale Gerät liegt perfekt in der Hand. Das OLED Display bringt die Farben richtig zum Leuchten und die Musik, dieser Mix aus Synth Flöten und Orgeln, klingt klarer als damals auf dem Röhrenfernseher meines Vaters. Ich saß abends da, Tee daneben, Kopfhörer auf, und war für ein paar Stunden wieder ein Kind mit grenzenloser Fantasie.

Chrono Trigger ist ein Spiel über Entscheidungen. Wen du rettest, wie du kämpfst, welche Wege du gehst, alles formt dein eigenes Ende. Ich hab diesmal versucht, alle Nebenquests zu erledigen, um das beste Finale zu sehen, und bin trotzdem sicher, dass da noch mehr auf mich wartet. Vielleicht ist genau das der Grund, warum ich es jedes Jahr im Januar neu spiele. Es fühlt sich nie gleich an, eher wie eine zweite Chance, die richtige Entscheidung zu treffen.

👉 Lies hier meinen Retroid Pocket Classic Test, wenn du wissen willst, warum das Gerät für RPGs wie dieses fast maßgeschneidert wirkt.

Szene aus Chrono Trigger in einem steinernen Schlafzimmer mit violettem Bett. Marle springt vor Freude, während sie Crono anspricht, der vor ihr steht. Dialogtext „Oh Crono ! That’s why I like you!“ im Kasten eingeblendet.
Kleine Dialoge wie dieser verleihen den Figuren Persönlichkeit und zeigen, wie viel Herz und Menschlichkeit hinter der eigentlich epischen Zeitreise steckt.
Kampfszene aus Chrono Trigger in einer dunklen Kathedrale. Charaktere Crono, Frog und Lucca stehen dem Magier Magus gegenüber, der über einem magischen Siegel schwebt. Der Menü‑Befehl „Fire Sword attack / multiple“ ist sichtbar.
Der Kampf gegen Magus gehört zu den emotionalen Höhepunkten des Spiels und markiert den Moment, in dem Story, Musik und Kampfsystem perfekt ineinandergreifen.

The Elder Scrolls III: Morrowind (PC/Xbox, 2002) – Weite, Freiheit und echtes Abenteuergefühl

Es gibt Spiele, die du nicht startest, um sie zu gewinnen, sondern um einfach zu existieren. Morrowind ist genau so eines. Dieses Gefühl, in Seyda Neen aus dem Boot zu steigen und zum ersten Mal auf die Insel zu blicken, hat mich schon als Teenager umgehauen. Keine Marker, keine klaren Quests, nur ein Tagebuch, der Wind und eine Welt, die dich in Ruhe lässt, dein eigenes Tempo zu finden.

Ich hab’s im Januar wieder gespielt, diesmal auf dem Retroid Pocket 5 über Winlator, und war ehrlich überrascht, wie gut das funktioniert. Der Handheld hat genug Power, um die alten Texturen sauber hochzuskalieren, und das große Display macht die neblige Weite von Vvardenfell fast noch stimmungsvoller als damals auf meiner alten Röhre. Ich hab in Balmora stundenlang einfach nur durch die Gassen geschlendert, während im Hintergrund dieser mystische Soundtrack lief. Genau da hab ich mir gedacht, wie krass es ist, dass so ein kleines Android‑Gerät ein ganzes PC‑Universum aus 2002 so reibungslos zum Leben bringt. Mehr zum Retroid Pocket 5 erfährst du hier in meiner Review.

Was Morrowind für mich einzigartig macht, ist seine Ruhe. Du wirst nicht bombardiert mit Aufgaben. Niemand zwingt dich, sofort der Auserwählte zu sein. Ich hab meinen Charakter stundenlang durch die Wildnis geführt, Zutaten gesammelt, Verzauberungen ausprobiert und einfach geschaut, was passiert. Diese Form von Freiheit gibt’s heute nur noch selten. Gerade im Januar, wenn draußen alles still ist, passt das Spiel perfekt zur Stimmung.

Natürlich ist Morrowind technisch alt. Die Gesichter sind grob, die Kämpfe seltsam, die Menüs sperrig. Aber genau darin steckt der Charme. Alles dauert ein wenig länger, alles hat Gewicht. Es zwingt dich, langsamer zu werden, die Welt bewusst wahrzunehmen. Wenn du die Geduld mitbringst, bekommst du eines der ehrlichsten Fantasy‑Erlebnisse überhaupt.

Ich glaub, das ist der Grund, warum ich’s jetzt schon zum dritten Mal angefangen hab: Morrowind entschleunigt dich. Es ist kein Spiel, das du einfach beendest. Es ist eines, das dich begleitet.

Spielerblick über eine bewachsene Landschaft in Morrowind, Schwert in der Hand sichtbar. Pilzähnliche Bäume ragen aus der sumpfigen Ebene, der Flusslauf führt in die Ferne unter hellem Himmel. Gesundheits‑ und Magieleisten unten links eingeblendet.
Der erste Schritt in Vvardenfell fühlt sich wie echte Entdeckung an. Statt klarer Wegpunkte lädt Morrowind dazu ein, der eigenen Neugier zu folgen und sich langsam auf die Welt einzulassen.
Nahkampfszene in einem dunklen Tunnel aus The Elder Scrolls III Morrowind. Ein geisterhaft blauer Gegner steht vor dem Spieler, während die Meldung „Your weapon has no effect“ im Menü erscheint. HUD zeigt Schaden und Energieverlust.
Morrowind belohnt Geduld statt Tempo. Selbst ein gescheiterter Angriff erzählt hier eine Geschichte über Lernen, Schwächen und das ständige Ringen mit den Grenzen der eigenen Ausrüstung.

Kirby’s Adventure (NES, 1993) – Leichtigkeit, Farbe und ein Hauch Kindheitsglück

Wenn ich an den Januar denke, stell ich mir immer diesen grauen Himmel vor und dazu ein Spiel, das einfach gute Laune macht. Und da gibt’s für mich niemand Besseren als Kirby. Schon beim Startscreen von Kirby’s Adventure hab ich automatisch gute Laune. Diese Musik, das pinke Grinsen, der simple Charme. Alles daran schreit nach: „Mach’s dir gemütlich und genieß den Moment.“

Ich hab’s mir für ein paar Nachmittage auf dem TrimUI Brick gegönnt, meist auf dem Sofa mit einer dampfenden Tasse Kakao daneben. Der Handheld ist so klein und leicht, dass man fast vergisst, dass da echte 8 Bit Power drinsteckt. Aber sobald Kirby zum ersten Mal Luft einsaugt und sich in einen Feuerball verwandelt, wirkt es, als hätte man wieder einen alten Game Boy in den Händen, nur eben klarer, heller und präziser. Der Bildschirm vom Brick ist erstaunlich scharf und die Farben wirken so schön kräftig, dass die Level richtig strahlen.

Was mich an Kirby’s Adventure jedes Mal begeistert, ist dieses perfekte Gleichgewicht aus Leichtigkeit und Herausforderung. Man kann einfach ein paar Level spielen, ohne Stress, und trotzdem fühlt es sich nie belanglos an. Jeder neue Gegner bringt eine Fähigkeit, jeder Abschnitt sieht ein bisschen anders aus, und nach einer Weile erwischt man sich dabei, den Controller gar nicht mehr loslassen zu wollen. Ich hab mich dabei ertappt, Level für Level nach Geheimräumen zu suchen, nur um diesen kleinen 100 Prozent Balken im Menü voll zu kriegen.

Und genau das passt perfekt in den Januar. Es ist kein episches Abenteuer wie Chrono Trigger und kein ruhiges Erkunden wie in Morrowind, sondern einfach pure Freude. Ein Spiel, das dich für ein, zwei Stunden lächeln lässt, ohne etwas von dir zu verlangen. In einer Zeit, in der alles irgendwie ernst wirkt, ist das genau das, was man manchmal braucht.

Wenn du also mal wieder echtes NES‑Feeling erleben willst, ist Kirby’s Adventure eine der besten Adressen überhaupt. Der pinke Ball beweist, dass Spaß auch ohne Realismus und Komplexität funktioniert, und meine TrimUI Brick Review zeigt, wie richtiges Retro Gaming auch heute noch ganz einfach sein kann.

Plattformabschnitt aus Kirby’s Adventure mit pastellblauem Himmel und weißen Wolken. Kirby schwebt zwischen Säulen und Plattformen, HUD zeigt Leben, Score und aktive Fähigkeit.
Die luftigen Himmelspassagen verbinden entspanntes Schweben mit präzisem Timing und zeigen, wie elegant das Plattformdesign des NES‑Klassikers alterte.
Kirby trifft in einem violett‑rosa Wolkenlevel auf blaue Gegner, umgeben von Marmorpfeilern und halbmondförnigen Elementen im Hintergrund. Anzeige zeigt die gewählte Fähigkeit „Throw“ und verbleibende Leben.
Farben und Gegnerplatzierung geben jedem Abschnitt eine eigene kleine Stimmung und machen jede Fähigkeit zu einem verspielten Experimentierfeld.

SSX Tricky (PS2, 2001) – Schnee, Adrenalin und purer 2000er‑Style

Wenn ich an Winter im Gaming denke, gibt es für mich kein Spiel, das dieses Gefühl so perfekt einfängt wie SSX Tricky. Schon das Menü mit dem ikonischen Intro‑Song versetzt mich direkt wieder in die frühen 2000er zurück. Diese überdrehte Coolness, die lässigen Charaktere, die grellen Farben – alles schreit danach, sich auf ein virtuelles Snowboard zu schwingen und einfach loszulegen.

Ich hab das Spiel in diesem Januar auf dem Anbernic RG40XX H gezockt und war ehrlich beeindruckt, wie stark das Feeling rüberkommt. Der Handheld packt PS2‑Titel erstaunlich sauber, und dank des hellen Bildschirms und des klaren Sounds wirken die Pisten lebendiger als je zuvor. Ich hab mich dabei erwischt, wie ich mitten in der Abfahrt lauter gelächelt hab, weil die Musik, die Geschwindigkeit und die exakte Steuerung mich sofort wieder 15 Jahre zurückgeworfen haben. Der RG40XX H ist dafür ideal, weil er die Energie des Spiels richtig trägt. Kein Input‑Lag, kein Technikkampf, einfach Spaß pur. Hier gehts zur Review.

Was SSX Tricky so genial macht, ist sein Selbstbewusstsein. Es versucht gar nicht, realistisch zu sein. Stattdessen lebt es von Stylings, bunten Charakteren und diesen völlig übertriebenen „Uber‑Moves“, bei denen man eigentlich nur noch lächelt, weil alles so schön drüber ist. Dieses Gefühl von Freiheit, während man sich über die Schneeflanken schraubt und mitten im Sprung das Board loslässt, ist einfach pure Arcade‑Freude.

Ich hab damals stundenlang versucht, die Strecken zu meistern und neue Boards freizuschalten. Heute spiele ich es nur noch spontan zwischendurch, aber diese eine Kombo‑Abfahrt auf Merqury City macht mir immer noch mehr Spaß als so manches moderne Sportspiel. Und genau das ist das Schöne: Auch nach über 20 Jahren haut SSX Tricky dir noch diesen Adrenalinkick um die Ohren, der perfekt zu einem langen, kalten Winterabend passt.

Wenn du also einen Grund suchst, deinen Handheld mal so richtig zu fordern, ist SSX Tricky genau das Richtige. Es ist laut, wild und sympathisch übertrieben. Und jedes Mal, wenn der Kommentator „It’s Tricky!“ ruft, fühl ich mich wieder wie damals, als ich mit Freunden im Wohnzimmer saß, Cola in der Hand, und nur das Ziel hatte, den nächsten Sprung noch verrückter hinzubekommen.

Rennszene in SSX Tricky mit Snowboarderin in der Halfpipe. Zuschauertribünen, Schnee und rote Markierungen im Hintergrund. Geschwindigkeit und Trick‑Anzeige mit „Late Front Flip Stalefish“ im Interface sichtbar.
Jede Abfahrt ist ein Mix aus Tempo und Stil. Die präzise Steuerung belohnt waghalsige Tricks mit echter Flow‑Energie.
Sprungszene über einer Stadionrampe in SSX Tricky. Der Fahrer fliegt auf einem roten Snowboard über Feuer‑Effekte und Rauch vor blauem Himmel, während das „Tricky“‑Meter rechts aufleuchtet.
Der Moment in der Luft zeigt, warum SSX Tricky zu den legendärsten Arcade‑Racern zählt. Laut, bunt und pures Winter‑Adrenalin.

Fazit – Vier Wege, das Jahr mit Nostalgie zu starten

Wenn das neue Jahr beginnt, such ich nie nach Spielen, die mich stressen. Ich such nach solchen, die mich wieder fühlen lassen, warum ich mich überhaupt in Retro‑Gaming verliebt habe. Chrono Trigger hat mir gezeigt, wie emotional so ein 16‑Bit‑RPG auch heute noch sein kann. Morrowind hat mich entschleunigt und mich einfach atmen lassen. Kirby’s Adventure hat mir gute Laune geschenkt, wenn draußen alles trüb war. Und SSX Tricky? Das war mein kleiner Energieschub, wenn ich wieder zu viel Tee und zu wenig Bewegung hatte.

Vier Spiele, vier komplett unterschiedliche Stimmungen und doch verbindet sie alle dasselbe Gefühl: das aufrichtige Herz alter Klassiker. Genau deswegen liebe ich den Januar, er ist perfekt, um mal wieder in Welten zurückzukehren, die sich nicht nur spielen, sondern anfühlen.

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Bild von Adrian Lemme

Adrian Lemme

Seit meiner Kindheit begleiten mich Videospiele – von den Klassikern der 90er- und 2000er-Jahre bis hin zu modernen Retro-Handhelds. Auf meinem Blog teile ich meine Leidenschaft für Retro-Gaming, legendäre Spiele und spannende Hardware. Egal ob tiefgehende Reviews, Sammlerstücke oder Emulation – hier dreht sich alles um die goldene Ära der Videospiele!

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